Viele fragen bei mir an, was man denn in Dresden gesehen haben muss. Keine leichte Frage, denn die Palette ist groß und ein Kurztrip von zwei Tagen eigentlich echt viel zu wenig. Gut, man kann die Stadt ablaufen, eine Stadtrundfahrt machen und schon hat man das Wichtigste gesehen. Doch Dresden als Gesamtkunstwerk zu begreifen ist mehr nötig. Vor allem das Umland punktet hier mit ausordentlicher Qualität? Schon mal einen Dampferausflug nach Meißen gemacht, im Frühling wenn es blüht? Im Sommer schon mal ein Bier auf den Elbterassen auf Schloß Eckberg getrunken? Unvorstellbar schön! Einfach unbezahlbar! Viele lohnenswerte Städte liegen nur wenige Fahrminuten von Dresden entfernt, so z.B. das Tor zum Erzgebirge: Freiberg oder dass sächsische Nürnberg: Bautzen. Die Liste ließ sich beliebig fortsetzen. Auch Prag oder Breslau ist relativ nahe, beides ca. 150 Kilometer. Also es ist vielseitig, für einen richtigen Urlaub empfiehlt sich eine Woche im Frühling! Jeder, der etwas anderes erlebt möge das posten!
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Heute soll es bei meinem geschichtlichen Exkurs um das Blockhaus am Neustädter Markt gehen. Vielen dürfte der Begriff Blockhaus am geläufigsten sein, doch war bzw. ist er auch unter dem Begriff Neustädter Wache bekannt. Blockhaus hat sich aber durchgesetzt und man spricht in dem Zuge nur von dem Begriff. Gebaut wurde das Blockhaus von Zachararias Longelue in den Jahren 1732-1737. Den Namen Blockhaus verdankt es dem Umstand der Würfelförmigen Architekursprache sowie seiner langen Nutzung als Wach- und Kontrollstation. Im Krieg wurde das Blockhaus schwer beschädigt und erst 1980 wurde es äußerlich komplett wieder aufgebaut. So ein richtiges Nutzungskonzept gibt es derzeit nicht. Bis zur Wende gab es im Blockhaus eine Gaststäte, später zog dann die Landesstiftung der Natur und Umwelt ein. Außerdem hat die sächsische Akademie der Wissenschaft eine Außenstelle. Jetzt soll eventuell ein Spielcasino entstehen. Sehr schade, für so ein tolles Bauwerk. Leider liegt es an der vielbefahrenen Fernverkehrsstraße sechs und ist somit etwas abgeschnitten. Hoffentlich kommt der geplante Tunnel oder die Verlegung der Straße, dass die Altstadt mit der Neustadt besser zusammenwächst! Auch eine Rekonstruktion des Neustädter Rathauses sollte angestrebt werden! Dann kommt definitiv auch das Blockhaus wieder zu einer besseren Geltung! Nach dem Neumarkt könnte das zukünftig der zweitwichtigste Platz im Herzen der Dresdner Altstadt werden.
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Zurück zum Neumarkt: im Jahre 1999/2000 wurde eine Gestaltungssatzung “historischer Neumarkt” verabschiedet, in der darauf hingewiesen wurde, ca. 85 wichtige Fassaden des Neumarktes als sog. Leitbauten (Originalfassade) zu rekonstruieren. Dies war ausdrücklich nur eine Richtlinie! In den vergangenen zwei Jahren entstanden nun die ersten Leitbauten, teilweise 100% original, teilweise modern. Das Innere der Gebäude wurde natürlich modern und den heute entsprechenden Brandschutzbestimmungen erbaut. Ein Großteil der Häuser wurde auch in Stahlbetonbauweise errichtet und nicht wie vor zweihundert Jahren in Ziegelbauweise. Dies rief viele Architekturkritiker auf den Plan, wozu u. a. auch FAZ Architekturkritiker Dieter Bartezko gehört, der bekannt ist für seine ablehnend-kritische Haltung gegenüber dem Konzept “historischer Neumarkt”. Er sprach in einem Beitrag, anlässlich der Wiedereröffnung des grünen Gewölbes von einer “erbärmlichen, computeranimierten Attrappendürre”, die von den Fassadenkopien des Neumarkts ausgingen. Ich kann nur über so eine kleingeistige Ansicht nur den Kopf schütteln!
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Hi und willkommen auf dem Blog rund ums Dresdner Baugeschehen. Ich beleuchte hier die ganze Thematik zum Bauen in Dresden. Unregelmäßig werde ich auch bestimmte Einzelbauwerke vorstellen. Doch hauptsächlich geht es hier um den Neumarkt – Momentan entsteht in Dresden rund um die Frauenkirche ein neues Kleinod, Schauplatz ist der Neumarkt. Auf einem relativ kleinen Areal tobt der Kampf von Architekten, Investoren und beherzter Dresdner Bürger der geschundenen Stadt ein Stück ihres alten Glanzes zurückzugeben. Dresden galt als eine der schönsten Städte der Welt, untergangen im Februar 1945 kurz vor Ende des 2. Weltkriegs. Zu DDR Zeiten setzte eine zweite Zerstörung ein, in dem man Dresden “den Stempel einer sozialistischen” Großstadt aufdrücken wollte. Windige Plätze und Brachflächen entstanden, erhaltenswerte Ruinen wurden abgerissen und nicht wie oftmals von Dresdner Bürgern gefordert, wieder aufgebaut (Beispiel Sophienkirche).
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